Montag, 4. Juni 2012

Man könnte meinen es ist Herbst - Ausflug und Häkeldecke

... und trotzdem haben wir unseren Ausflug wie geplant angetreten.

Es ging nach Springe. Es war schon sooo lange geplant und man sollte meinen, im Juni doch richtig tolles Wetter zu haben. Naja, es gibt bekanntlich kein falsches Wetter, sondern nur die falsche  Kleidung.

Also packte Muttern den mitzunehmenden Bollerwagen mit allen Variationen für zu kalt, zu warm, zu nass, zu viel Schnee, zu viel Sonne oder was immer auch kommen mag ein.

Warum läuft das Kind eigentlich schon alleine so weite Strecken?, so ein Buggy war mehr als praktisch!
Aber gut, unser guter alter Bollerwagen sollte dann mal wieder zum Einsatz kommen und die Überlegungen zum Verkauf desselbigen, wurden schnell beiseite geschoben.
Obwohl mein Mann VOR der großen Fahrt noch der festen Überzeugung war, er könne weg, also der Bollerwagen :-)
Als er dann sah, was im Kinderausflugsalltag dann so benötigt wird, weigerte er sich doch strikt, dieses auf seinem Rücken zu tragen UND das Kind samt Ehefrau auch noch zu bespassen.
Kann ich persönlich ja nun gar nicht verstehen, aber ich gönne ihm diese immense Erleichterung dann doch. Bevor wir endlos lang ausdiskutieren was warum nun gerade so besser und deshalb praktischer ist.

Also ging es auf, wir wollten eine Schafschur sehen, Lammwurst kosten, sehen, was mit Schafen so alles passiert in der heutigen Zeit, warum sie sich hält usw. Ein Auto basteln und überhaupt sollte es eigentlich um die Tiere, den Wald und all solche Dinge gehen. Das wir um das ebenfalls anstehende Kinderschminken wohl nicht herum kommen werden war uns irgendwie klar. Da hatten wir aber die Rechnung ohne den kleinen  weiblichen Teufel unserer Familie gemacht.

Denn warum gleich am Eingang so eine Drachenhüpfburg mit Rutschen und allem drum und dran, Dinge, die eigentlich ein JUNGENherz höher schlagen lassen, stehen muss, bleibt uns ein Rätsel. Unsere herzallerliebste Tochter hatte mal wieder alles um sich herum vergessen, auch die Schafe, die sie bis vor 30 Minuten noch soooo brennend interessiert haben.


Sie rutsche in aller Seelenruhe, die sprang in aller Seelenruhe.


Und tobte sich aus. Schminken war ja auch etwas für Mädchen, da hätten wir sie nie im Leben hinbekommen. Wir haben es auch gar nicht versucht. :-) Hatte ja für mich Muttertier doch auch einen Vorteil, denn nach dem Ausflug ist vor dem Ausflug und ich sparte mir ne Menge Arbeit...lach.


Als wir dann endlich weiter konnten, bekamen wir dann noch die Schafschur mit. Diese fand alle 2 Stunden statt und so sparten wir uns das Warten :-)
Hier ist das Schaf schon halbnackt. Es fing schon an zu frieren, aber wir haben ja bei der Schafskälte nun auch nicht die besten Karten.


Ja irgendwie war der Blick ja schon interessiert und doch sehr neugierig. Aber wenigstens fror dieses Schaf noch nicht :-)


Ich wusste gar nicht, das auch Schafe einen so langen Schwanz haben. Es war wirklich interessant.


...zu zu sehen.


und so viel Wolle... in Gedanken spielte ich schon durch, was man daraus wohl alles machen konnte.. Tja ich rechne halt viele Dinge in Material um. Es war interssant zu hören, dass auf einem Schaf gute 5 kg Wolle drauf sind (jedenfalls auf diesem) und was es für Arbeit macht. Ein Schafscherer bekommt die Stunde lediglich 4,50 Euro, schert nur, die Klauenpflege muss so ein Schafzüchter alleine machen. Irgendwie war es für mich auch sehr erschreckend zu hören, das aus wirtschaftlichen/materiellen Gründen viele Schafzüchter nur noch haarlose Herden haben.


Hoppala, fertig, das ging aber schnell, keine 20 Minuten später.....


sah das Schaf dann so aus


... und fühlte sich so recht wohl irgendwie nicht. Ich war geneigt, meine Wetterjacke abzugeben :-)

Ein einmaliges Projekt in Deutschland verbirgt sich hinter diesem Zaun - dem Gehege von Timberwölfen.
Seit Mai 2010 lebt Matthias Vogelsang mit vier Timberwölfen im Wisentgehege. Sie wurden von Hand aufgezogen und werden dauerhaft von ihm betreut. Matthias Vogelsang wird als Ranghöchster das Rudel führen. Für unsere Besucher bietet das die einmalige Gelegenheit tatsächlich hautnah Wölfe zu erleben. In seinen Präsentationen berichtet Matthias Vogelsang über die Tiere, ihre Entwicklung und sein Leben mit den Wölfen. Das Projekt läuft nicht nur, während der Jungtieraufzucht. Matthias Vogelssang wird diese Tiere ihr Leben lang betreuen.

Das Projekt ist völlig unabhängig von unserer seit vielen Jahren bestehenden Wolfshaltung. Das Rudel, welches mit den Bären die Anlage teilt, bleibt natürlich bestehen.


Es hat mich wahnsinnig fasziniert und ich werde öfter in das Wolfstagebuch schauen und weiter lesen, was wohl alles so passiert. Ich war so beeindruckt von allem, konnte ich es doch live auf den Anschauungstafeln lesen und muss sagen Hut ab.


Diese jetzt so ruhig anmutende Schlange war beim letzen Besuch lange nicht so friedlich. Unsere Tochter musste dieses Mal aber unbedingt schauen, ob sie immer noch schlechte Laune hat. Hatte sie nicht, wie man sehen kann. Beim letzten Mal war sie doch sehr, sehr angriffslustig.

Und die Rehe gab es beim Rundgang dann gratis dazu.

Ein herrlicher Wasserfall im Gehege der Waschbären und -hunde.


man sieht ja schon einen Unterschied zwischen beiden. Die Waschbären selber sind auch viel agiler
 :-)


Bei einem guten Essen im Cafe Wild, welches wir wirklich nur empfehlen können, hat man einen herrlichen Ausblick auf die riesige Koppel der Wildpferde.

Leider wurde unsere Tochter sehr schnell sehr müde und kraftlos, so dass wir den Besuch im Wisentgehege in Springe etwas früher als gedacht beenden mussten. Wir hatten noch nicht mal die Hälfte des Geheges, geschweige denn alle Stellen, wie den Märchenwald und das Dammwild gesehen. Auch hätten wir gerne noch die Imkerei besucht, die Vögel bewundert und, und, und, naja eben einfach länger. Aber Kinder lassen sich halt nicht so gut planen.

Aber dieses tolle Erlebnis konnten wir noch einfangen. Man muss dazu sagen, das war ein einzig kurzer Moment Sonnenschein und gerade nur an diesem Plätzchen. Wir sahen wir ein kleines Rudel auf ein im Sand liegendes Wildschwein zustürmte mit lauten Quieken, während das Wildschwein am Boden sehr laut grunzte. Der Grund und vor allem, dass das Wildschwein am Boden nicht einfach nur ein Schwein ist, sondern eine frisch gebackene Mama sahen wir in diesem kurzen Moment. Es war einfach herrlich und ist sehr bedauerlich, dass man dies nicht doch hätte filmen können und dann zeigen können. Wir haben es sehr, sehr genoßen. Es war Idylle pur und sooo friedlich.
So friedlich, das selbst das Tochterkind völlig fasziniert im Bollerwagen sass und für gute 15 Minuten völlig ruhig war.



Der Tag klang aus und ich beschloss, doch noch etwas kreativ zu werden und wollte noch ein Muster ausprobieren
Am nächsten Morgen stürmte meine Tochter ins Zimmer und brüllte, Mama das ist ja ein Regenbogen. Ja irgendwie hatte sie ja Recht, also habe ich die letzten 3 Abende mal eben eine Regenbogen-Baby-Decke gefertigt.
das Muster mal ganz nah.



Die fertige Decke als Sachenverstecker :-)




Und die fertige Decke als Deko.....


So das war es mal wieder aus der Raupenfamilie mit einem kleinen Einblick in einen freien und entspannten Tag der Raupen.